Bayernweite Demo am Samstag, 24. Juni 2017 in München Auftakt Marienplatz 13:00 Uhr
Schlusskundgebung vor der Bayerischen Staatskanzlei

Seit der Ankunft vieler Flüchtlinge im Sommer 2015 sind Viele in Bewegung geraten. Mit großem Engagement traten Tausende ehrenamtliche Flüchtlingshelfer*innen für eine großartige Willkommenskultur ein. Nun stehen Geflüchtete und Unterstützer*innen vor einem Scherbenhaufen. Trotz großen Bemühens beim Deutscherwerb, bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen wird diese Arbeit von zuständigen Behörden, von der bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung unterlaufen.

Über 100 afghanische Männer wurden in den letzten Monaten von Deutschland nach Kabul abgeschoben. Viele der Betroffenen arbeiteten jahrelang hier und waren bestens integriert; einige standen kurz vor ihrer Hochzeit. Andere wurden abgeschoben, obwohl sie schwer krank sind. Die Zahl derer, die von Abschiebung bedroht sind, ist um ein Vielfaches höher. Flüchtlinge mit sogenannter „geringer Bleibeperspektive“, viele aus Afghanistan, bekommen Arbeitsverbote, sie dürfen nicht in Ausbildung, häufig gibt es nicht einmal einen Deutschkurs oder ein Praktikum.

Die Bedrohung durch Abschiebungen und Arbeitsverbote wirken wie ein Fallbeil gegen das Bemühen um Integration. Es verurteilt die Betroffenen zum Nichtstun und treibt viele in eine psychische Ausnahmesituation. Es ist ein Schlag ins Gesicht für alle Haupt- und Ehrenamtlichen, für Schulen und Betriebe. Und es hat eine enorme Vergeudung von Steuergeldern zur Folge.

In Petitionen, unzähligen Briefen und vielfältigen Protestaktionen in ganz Bayern wurde diese menschenverachtende Ausgrenzungspolitik angeklagt und kritisiert.
Wir sagen: Es reicht! So kann es nicht weitergehen. Es muss sich endlich etwas bewegen. Integration darf nicht bestraft werden.

Wer einen Ausbildungsvertrag bekommt, soll eine Ausbildung machen dürfen. Wer eine Arbeit gefunden hat, soll diese antreten und behalten dürfen. Wir wehren uns auch gegen die Spaltung von Flüchtlingen entlang einer „besseren“ oder „schlechteren“ Bleibeperspektive und wenden uns gegen diese menschenverachtende Politik. Wenn sich die Regierung nicht bewegt, müssen wir uns bewegen!

Kommt alle – ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Geflüchtete, Lehrerinnen und Lehrer, Engagierte aus Initiativen, Menschenrechtsorganisationen, Verbänden und Parteien. Unser Protest muss laut und kraftvoll sein!

Kein Arbeitsverbot für Asylbewerber*innen!

Keine Verbote bei Bildungsangeboten und Ausbildung!

Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Wir erheben unsere Stimme – im Namen der Menschlichkeit!

Dieser Aufruf wird unterstützt von:

Inzwischen rufen zur bayernweiten Demo am 24. Juni auf:

AGABY – Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns, AHA! Asyhelferkreis Aschheim, AK Asyl des Familienzentrums Trudering, Aktionsgruppe Asyl Landkreis Erding, Arbeitskreis Asyl Dachau, Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit, Asylhelferkeis Eichenau, Asylhelferkreis der Gemeinde Berg am Starnberger See, Asyhelferkreis Puchheim, Asyl Helferkreis Eching, Asylkreis Grafrath, Augsburger Flüchtlingsrat​, Ausländer- und Integrationsbeirat Erlangen, Bayerische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte, bayr. Landesarbeitsgemeinschaft FRIEDEN der LINKEN, Bayerischer Flüchtlingsrat​,  Bellevue di Monaco​, Bündnis für Flüchtlinge Kaufbeuren Ostallgäu und Umgebung, Bunt statt Braun Gemeinsam stark für Flüchtlinge e.V. Bayreuth, Café Blabla der interkulturelle Treffpunkt in Herrsching, Condrobs e.V., Dachverband der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer Deutschlands VETO, Flüchtlingshilfe Erding e.V., FöBE Förderstelle für Bürgerschaftliches Engagement  München, Förderkreis Asyl Gauting e.V., Frauenverband Courage e.V. München, GRÜNE JUGEND Bayern, Helferbund Asyl e.V. Buchloe, Helferkreis Asyl Heberthausen, Helferkreis Asyl Obergünzburg, Helferkreis Grünwald, Helferkreis Haimhausen, Helferkreis Herrsching-Breitbrunn, Helferkreis Miesbach, Helferkreis Schnaitsee, IG InitiativGruppe – Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V., INITIATIVE Ausbildung statt Abschiebung Regensburg, Initiativkreis Migration Rosenheim, Interkulturelles Forum e.V., Internationalistisches Bündnis, Jugendverband Rebell München, Junges Bündnis für Geflüchtete / München​, Kampagne für Demokratie und Solidarität Kademos e.V., Kinder auf der Flucht e.V., Kreisjugendring München-Stadt, LeTra Lesbentelefon e.V., Lichterkette e.V., Migrationsbeirat München, MLPD Bayern, Morgen e.V.,  Münchner Flüchtlingsrat​, Münchner Freiwillige – Wir helfen e.V.​, München ist bunt​ e.V., Münchner Pateninitiative für junge Geflüchtete, Netzwerk Bildung und Asyl Bamberg, Netzwerk „Willkommen in Vilsbiburg“, Paritätischer Wohlfahrtsverband – Bezirksverband Oberbayern, PRO ASYL​, Rechtshilfe für Ausländer/innen München e.V., Refugio München​ e.V., SchlaU-Schule​, Trägerkreis Eine Welt Haus e.V., Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V., Türkenfelder Asylhelferkreis, Ulmer Flüchtlingsrat, United Refugees, Unterstützergruppe „Asyl/Migration Dillingen a.d.D.“ e.V.“, VVN  Vereingte Verfolgte des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten/Kreisverband München, Willkommen in Happurg, Wir schaffen das e.V, Herrsching, Würzburger Flüchtlingsrat, Zusammenschluss Bayerischer Bildungsinitiativen e.V.

Diese Liste wird laufend ergänzt, Rückmeldungen bitte an info[at]gemeinsam-fuer-menschenrechte-und- demokratie.de

Hier Material runterladen:

Es reicht – mehrsprachiger Aufruf zur Demo zum Ausdrucken

Es reicht – aktuellste deutsche Version mit allen UnterzeichnerInnen

Plakat zur Demo zum Ausdrucken

Plakat: Vorlage für Euren Helferkreis/Eure Schilder

Zum Facebook-Event geht es hier: https://www.facebook.com/events/483386205337910

24. Juni: Es reicht! Ausbildung und Arbeit statt Abschiebepolitik!

3 Gedanken zu „24. Juni: Es reicht! Ausbildung und Arbeit statt Abschiebepolitik!

  • Juni 18, 2017 um 11:16 am
    Permalink

    Hallo zusammen!
    Ich habe zufällig von der Demo erfahren und nun versucht, Infos auf Facebook zu finden, um es weiter teilen zu können. Ich habe die Veranstaltung weder auf der Seite des Bayrischen Flüchtlingsrat noch der Münchner Freiwilligen gefunden.
    Ich denke es wäre wichtig, den Aufruf auch über die sozialen Medien zu verbreiten.
    Oder habe ich was übersehen?

    Danke für Euer Engagement!
    Mirjam

    Antworten
  • Juli 9, 2017 um 9:57 am
    Permalink

    Wir waren bei der Demo vor zwei Wochen dabei, und waren beeindruckt von den interessanten Reden und der großen Zahl an Teilnehmern. Umso enttäuschender, dass die Demonstration, bei der bestimmt 2 – 3 Tausend Teilnehmer friedlich für ihr Anliegen protestiert haben, von der Presse komplett ignoriert wurde.
    Sicher könnte man überlegen, ob es Möglichkeiten gibt die Pressearbeit zu forcieren. Aber es stellt sich auch die Frage, ob das Ignorieren dieses Protestes bei uns System hat.

    herzliche Grüße
    Silvia und Dieter

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.